
Hören Sie auf, Raten zu spielen – lassen Sie die IR-Systeme wirklich für Ihre Fabrik funktionieren!
Wenn Sie eine moderne Fabrik planen, haben Sie vermutlich bereits erkannt, dass es nicht mehr ausreicht, einfach die Heizleistung zu erhöhen. Die wahre Magie entsteht dann, wenn man aufhört, das Heizen als lästige Aufgabe zu betrachten und es stattdessen als Quelle von Daten ansieht.
Deshalb kommen Intelligente Infrarot-Systeme ins Spiel. Wir nutzen sie nicht nur dazu, Dinge zum Erhitzen zu bringen, sondern auch dazu, genau zu sehen, was mit den Bauteilen in Echtzeit geschieht.
Den Überblick über die Wärmeverteilung behalten
Die meisten Heizgeräte sind im Grunde genommen „blind“. Man stellt einen Wert ein, hofft, dass der Bauteil tatsächlich diese Temperatur erreicht – das ist jedoch eher ein Glücksspiel.
Wir machen das anders: indem wir IR-Sensoren direkt in die Verpackungen und Heizanlagen integrieren, können wir die Wärmeverteilung in Echtzeit erkennen. Wenn man diese Sensoren mit dem PLC verbindet, erhält man eine Live-Darstellung der Temperaturverteilung auf dem Substrat. Man muss nicht mehr raten, wie lange man die Heizung einstellen soll – man sieht es einfach auf dem Bildschirm.
Warum Infrarot? (Weil Berühren keine gute Idee ist)
In einer Reinraumumgebung möchte man unbedingt vermeiden, dass eine Sonde den Wafer oder das Verpackungsmaterial berührt – das würde zur Kontamination führen.
Infrarot ist ideal, denn es berührt nichts. Wir nutzen Kurzwellen- und Mittelwellenbereiche, sodass die Sensoren die eigentlichen Eigenschaften des Materials erfassen können – und nicht nur die Wärme, die von den Ofenwänden reflektiert wird. Es ist sauber, schnell und beeinträchtigt das Produkt nicht.
Der trade-off: Es ist nicht alles „Plug-and-Play“
Es gibt allerdings einen Nachteil: Eine intelligente IR-Anlage benötigt etwas mehr Platz. Man braucht spezielle Controller sowie abgeschirmte Kabel. Hochleistungsglühbirnen erzeugen viel Störstrom. Wenn man billige Kabel verwendet, sind die Daten voller Störungen und unregelmäßiger Schwankungen. Das macht die Fehlerbehebung schwierig – daher lohnt es sich, die Kabel gleich richtig anzuschließen.
Der Umstieg lohnt sich
Das Beste daran ist, dass man dazu seine gesamte Anlage nicht auflösen muss. Wir entwerfen diese Anlagen so, dass sie als Ersatz für die alten, „dummen“ Lampen dienen können. Plötzlich hat man statt handgeschriebener Notizen eine automatisierte digitale Aufzeichnung. Im Halbleiterbereich ist das ein großer Vorteil – man muss sich nicht mehr fragen, ob ein Bauteil richtig erhitzt wurde, sondern kann dies mit einer präzisen digitalen Aufzeichnung nachweisen.